Viele Jahrhunderte alte Weihnachtsbräuche haben bis in unser digitales Zeitalter überlebt. Manche dieser schönen Bräuche sind zwar nach wie vor beliebt, werden jedoch aus Zeitmangel weniger zelebriert. In diese Kategorie gehört auch das Selberschlagen von Weihnachtbäumen.

Das ist schade, denn neben vielen anderen Kleinigkeiten ist ein selbst geschlagener Weihnachtsbaum ein Erlebnis für die ganze Familie, das die Vorfreude auf Weihnachten erhöht. Eltern, die sonst nicht viel Zeit mit ihren Kindern verbringen können, haben die Gelegenheit, ein Highlight in der Vorweihnachtszeit und ein Erlebnis für die ganze Familie daraus zu machen. Ein selbst ausgesuchter und geschlagener Weihnachtsbaum schleicht sich in die Herzen der ganzen Familie ein.

Ein tolles Event für die ganze Familie

Den Weihnachtsbaum selbst zu schlagen, kostet nicht viel mehr Zeit, als der Einkauf im Einzelhandel. In der Umgebung der meisten Städte und Gemeinden gibt es mittlerweile viele Baumplantagen, die sich auf dieses vorweihnachtliche Highlight spezialisiert haben. Hier weiß man um den Familiencharakter und den Spaß, den Kinder dabei haben, den Weihnachtsbaum selbst auszusuchen und vielleicht auch schon mal selbst Hand an den Stamm anzulegen. Nichts lieben Kinder mehr, als wenn die Erwachsenen sie miteinbeziehen und sie an den Entscheidungen beteiligen.

Weihanchtsbaum schlagen Familie

Wo kann man Weihnachtsbäume selbst schlagen?

Wie eingangs bereits erwähnt, gibt es in den meisten Ortschaften Baumplantagen beziehungsweise Bauernhöfe, die das Selberschlagen von Weihnachtsbäumen anbieten. Richtig nett wird es, wenn Erwachsene und Kinder süße Leckereien, heiße Schokolade und Punsch (natürlich nur für die Eltern) angeboten bekommen. Es ist natürlich nicht erlaubt, einfach in den Wald zu gehen und sich dort einen Weihnachtsbaum zu holen, selbst, wenn es sich um dicht bewachsenes Nadelgehölz handelt. Wenn das jeder so machen würde, gäbe es bald keine Tannen mehr im Wald. Ferner fällt dieses Selberschlagen unter den Straftatbestand des Diebstahls, denn die Bäume und damit der Wald stehen entweder im persönlichen oder kommunalen Eigentum. Festes Schuhwerk und unempfindliche Kleindung sind empfehlenswert. Handschuhe, um die Hände vor piksigen Nadeln zu schützen, sind gleichfalls ratsam. Wer keine geeignete Säge zu Hause hat, kann sich diese vor Ort ausleihen, denn die meisten Anbieter stellen auch geeignete Werkzeuge zur Verfügung.

Vorteile eines regionalen Weihnachtsbaumes

In Zeiten des viel diskutierten Klimawandels können Weihnachtsfans dazu beitragen, dass nicht irgendwo im Ausland Nadelwälder abgeholzt und die Tannen über lange Transportwege ihren Weg nach Deutschland finden. Ein selbst geschlagener Weihnachtsbaum erhöht die emotionale Bindung und erinnert an das gemeinsam Erlebte. Jedes Jahr stehen in deutschen Haushalten ungefähr 20 Millionen Blautannen, Nordmanntannen und Edeltannen. Da ist es angebracht, sich einen regionalen Weihnachtsbaum in das Wohnzimmer zu stellen, der sich nicht nur positiv auf den Klimawandel auswirkt, sondern der auch über eine lange Zeit dicht und sattgrün bleibt. Tannen aus dem Ausland werden bereits mehr als sechs Wochen vor Weihnachten geschlagen und durch den Einzelhandel auf den Markt gebracht. Häufig stellen sich schon kurz vor oder nach den Weihnachtstagen die ersten Anzeichen trockener Nadeln ein. Einen regionalen Weihnachtsbaum kann man sich dagegen auch noch wenige Tage vor Weihnachten aussuchen und selbst schlagen.

Das kostet ein selbst geschlagener Weihnachtbaum

Die Kosten für einen selbstgeschlagenen Weihnachtsbaum bewegen sich bei 50 Euro. Je nach Größe und Art der Tanne kann dieser Betrag jedoch auch über- beziehungsweise unterschritten werden.

So lagern Sie Ihren Weihnachtsbaum richtig

Bevor der Weihnachtbaum unmittelbar vor dem Fest aufgestellt wird, fühlt er sich an einem kühlen und windgeschützten Ort im Garten wohl. Wer keinen Garten hat, kann den Weihnachtsbaum an einen kühlen Ort im Keller aufstellen. Zu beachten ist dabei, dass ein Weihnachtsbaum abhängig von der Größe bis zu 12 Liter Wasser pro Tag braucht. Daher sollte der Baum in einem mit ausreichend Wasser gefüllten Eimer stehen.

Fazit: Weihnachtsbaum Schlagen ist ein Erlebnis

Selbst geschlagene Weihnachtbäume aus regionalem Anbau erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, denn es ist ein Erlebnis für die ganze Familie. Gleichzeitig trägt dieser nachhaltige Weihnachtsbaum positiv zur Klimabilanz bei, denn lange Transportwege entfallen und die Weihnachtbaumkulturen filtern große Mengen CO2-Emissionen.