Weihnachtsbaumschmuck - Geschichte und Bedeutung

Weihnachtsbaumschmuck 2017-12-31T14:09:02+00:00

Weihnachtsbaumschmuck – Herkunft und Bedeutung

Auf der ganzen Welt werden jedes Jahr geschmückte Weihnachtsbäume in Wohnzimmern, Kaufhäusern oder auf öffentlichen Plätzen aufgestellt. Bestimmte Motive des Baumschmucks haben dabei eine lange Tradition und symbolische Bedeutung.

Als Christbaumschmuck werden alle dekorativen Elemente bezeichnet, mit denen der Weihnachtsbaum geschmückt wird. Dazu zählen vor allem Lichterketten, Glaskugeln, Tannenzapfen, Lametta, Zuckerstangen und Figuren.

Der Ursprung dieses Weihnachtsbrauchs hat seine Anfänge im 16. Jahrhundert als erste Weihnachtsbäume mit Äpfeln und Nüssen geschmückt wurden.

Weihnachtsbaumschmuck aus Holz

Weihnachtsbaumschmuck aus Holz

Ursprung des Brauchs vom Schmücken des Weihnachtsbaums

Bereits im Mittelalter wurden immergrüne Zweige Der Weihnachtsbaum kam erst im Mittelalter auf und damals zunächst als Weihnachtsschmuck auf öffentlichen Plätzen. Schmuck für immergrüne Zweige ist viel älter. Essbare Früchte und gebastelte Blüten waren die ersten nachgewiesenen Formen von Christbaumschmuck. Ab dem 16. Jahrhundert nimmt die Popularität des Weihnachtsbaums und somit auch des Weihnachtsbaumschmucks zu. Viele Schmuckformen werden als Sinnbilder an die Zweige gehängt, etwa Äpfel als Sommersymbol oder Nüsse für Fruchtbarkeit.

Die Christbaumkugel als Schmuck für den Weihnachtsbaum wird ab dem 19. Jahrhundert bildlich dargestellt. Erfunden wurde sie wahrscheinlich in der thüringischen Glasbläserstadt Lauscha. Als Ersatz für das Apfelsymbol eroberte sie sich seit damals den Lieblingsplatz am Heiligabend vor dem meisten anderen Weihnachtsbaumschmuck. Die Kugelform und der Glanz des Glases lassen so geschmückte Christbäume zu Weihnachten im Licht der Kerzen besonders brillant aufleuchten.

Geschichte der Christbaumkugel

Lauschaer Glasbläser schlugen sich vor Erfindung der Christbaumkugel mit der Herstellung von kunstvollen Dekorationsobjekten aus Glas durch. Ihre Armut erlaubte es nicht, selbst solchen Christbaumschmuck zu besitzen. Aber in der auftragsschwachen Winterzeit blieb Zeit für neue Ideen. Immer im Winter musterten die Glasbläser um die Wette. Manches neue Stück blieb auch für die ansonsten unbeschenkten Kinder dieser Familien übrig. Durch Versilbern und Bemalen bekamen die Kugeln ihren einzigartig kostbaren optischen Charakter.

Den ersten Weihnachtsbaumschmuck mit Kugeln und Spitzen oder Vögeln und Glastrompeten konnten die Hersteller sich immer noch nicht leisten. Aber inzwischen ist aus der Herstellung von gläsernem Christbaumschmuck ein ganz eigene Industrie vor allem in Deutschland und deutschsprachigen Ländern geworden. Alljährlich steigt die weltweite Beliebtheit der Lauschaer Weihnachtsbaumkugel weiter.

Weihnacntsbaumschmuck Christbaumkugel

Weihnacntsbaumschmuck – Rote Christbaumkugel aus Glas

Arten von Weihnachtsbaumschmuck

Die Weihnachtsbaumschmuck Herkunft ist teilweise auf christliche Symbolik, teilweise aber auf viel ältere, heidnische Bilder zurückzuverfolgen. Viele Schmuckstücke hingen ursprünglich aus Mangel am Weihnachtsbaum. Andere wurden aus dem Wunsch heraus erfunden, einen individuellen Weihnachtsbaum und somit eine Unterscheidung zu anderen Familien zu besitzen. Dieser Weihnachtsbaumschmuck ist weltweit besonders verbreitet:

Früchte und Blüten

Äpfel, Nüsse und andere Trockenfrüchte sind als erster Weihnachtsbaumschmuck nachgewiesen. Dies symbolisiert Fruchtbarkeit am Weihnachtsbaum, dessen Bedeutung die des ewigen Lebens ist. Papierblumen und Süßigkeiten sollen etwas Lebendiges in den kalten, eigentlich leblosen Winter zaubern. Vielfach hingen die Leckereien auch nur mangels anderer weihnachtlicher Geschenke am Baum. Sie durften von den hungrigen Kindern der entsprechenden Familien am Heiligabend anstelle einer anderen Bescherung von den Zweigen gepflückt werden.

Symbolische Baumfiguren

Weihnachten wird von den Menschen in christlichen Ländern als Fest der Verheißung, Zuversicht und des neuen Lebens in Jesus Christus gefeiert. Entsprechend symbolisch sollen Glücksbringer diesen Wunsch für ein neues, gesegnetes Jahr bis zur nächsten Adventszeit ausdrücken. Was sich Menschen unter Glück vorstellen, ist dabei recht unterschiedlich. So schmücken Marienkäfer den Weihnachtsbaum symbolisch für frohe Botschaften von Gott. Kleine Geldbörsen sollen Geldsegen ins Haus bringen. Gläserne Vögel oder Vogelgestalten aus anderen Materialien versprechen Frieden, Weisheit oder magische Glücksmomente.

Glasschmuck für den Weihnachtsbaum

Die Christbaumkugel ist der beliebteste Glasschmuck für den Weihnachtsbaum. Doch die Erfinder dieses glanzvollen Weihnachtsbaumschmucks blieben unermüdlich in ihren Ideen. Mit Hilfe von Schamott-Formen konnten nun außer den Kugeln auch Weihnachtsmanngesichter oder mit Hilfe von „Einstechern“ Halbkugeln geschaffen werden. Das Versilbern, Lackieren, Bemalen, Bedrucken oder Bestreuen und Umwickeln von Glaskugeln lässt die glänzenden Kugeln wie winterlich verschneit aussehen. Gleichzeitig wird so der Glanz am erhellten Weihnachtsbaum verstärkt. Die gläserne Weihnachtsgurke ist ein sehr junger Weihnachtsbrauch. Sie wird am Weihnachtsbaum versteckt. Der Finder bekommt bei der Bescherung als Erster sein Weihnachtsgeschenk.

Fazit:
Der Weihnachtsbaumschmuck Ursprung ist noch älter als die Ersterwähnung eines Weihnachtsbaums selbst. Traditionell steht die Auswahl der Schmuckformen für christliche Symbolik oder die Wünsche für Glück und Segen. Vor allem die Christbaumkugel und andere Glasformen werden weltweit als Christbaumschmuck immer beliebter.