Weihnachtspostamt - Briefe an den Weihnachtsmann

Weihnachtspostamt 2017-10-29T13:56:29+00:00

Weihnachtspostamt – Trost und Wunschadresse für Kinder weltweit

Alljährlich ist es Brauch, dass Kinder einen Wunschzettel schreiben. Soweit dies möglich ist, liegen die gewünschten Dinge dann am Heiligabend unter dem Weihnachtsbaum. Eltern erzählen ihnen, der Weihnachtsmann oder das Christkind hätte die Wünsche erfüllt.

Mit der Einrichtung eines Weihnachtspostamtes können die Wünsche direkter adressiert werden. Vor allem einer Antwort des Gabenbringers fiebern Kinder und Erwachsene bis Weihnachten eifrig entgegen.

Weihnachtspostämter in Deutschland

Bei der Namensfindung für ein Weihnachtspostamt spielt in Deutschland der Name der Ortschaft eine wichtige Rolle. Himmelsthür ist beispielsweise ein Stadtteil von Hildesheim. Dort stand ab 1967 bis vor kurzem das älteste Weihnachtspostamt in Deutschland.

Auch Himmelpfort, Engelskirchen oder St. Nikolaus unterhalten Schreibstuben des Weihnachtsmannes. Ehrenamtliche Helfer sorgen dafür, dass trotz Filialschließungen die Kinderpost weiterhin in allen Himmelsbüros oder Weihnachtsbüros ankommt und beantwortet wird.

Betrieben werden einige der Büros von der Deutschen Post AG. Solche Filialen, die ansonsten geschlossen sind, öffnen in der Adventszeit dennoch ihre Türen. Die Deutsche Post AG leitet die entsprechende Kinderpost dann an diese Schreibstuben weiter. Aus der Grundidee der besonders himmlischen Post ist in Deutschland ein Sammlerkult entstanden.

Die Antworten des Weihnachtsmannes kommen auf besonderen Karten und werden mit Sonderbriefmarken sowie Sonderstempeln versehen. Vor allem unter Philatelisten sind solche weihnachtlichen Sonderbriefe und -karten begehrt.

Weihnachtspostämter in der Schweiz und Österreich

In der Schweiz bringt nicht der Weihnachtsmann, sondern das Christkind oder der Samichlaus die Geschenke. Diese beiden Symbolfiguren der Schweizer Christen hatten vorübergehend in Wienacht-Tobel und Bern-Bethlehem eigene Weihnachtspostämter.

Beide Postämter sind allerdings inzwischen nicht mehr in Betrieb. Stattdessen wird die Post nach Chiasso an die zentrale Fundstelle weitergeleitet und dort beantwortet.

Das älteste österreichische Weihnachtspostamt wurde 1950 von der Österreichischen Post eingerichtet. Es befindet sich nach mehreren Umzügen jetzt in Steyr (Oberösterreich). Das Postamt Christkindl befindet sich im gleichnamigen Stadtteil und öffnet ab dem Freitag vor dem ersten Advent bis zum 06.01. (Heilige Drei Könige) seine Pforten. Auch andere Weihnachtspost als die von Kindern kommt hier an. Sie wird bearbeitet und mit Sonderstempel weitergeschickt. Zwischen 26.12. und 06.01. wird ein Dreikönigsstempel verwendet.

Weltweit betriebene Weihnachtspostämter

Ein Teil der Weihnachtspostämter in anderen Ländern hat sogar eine eigene Webseite. Diese Länder führen jeweils ein oder mehrere Einrichtungen, um die mehreren hunderttausend Karten und Briefe zu sichten und zu beantworten:

Fazit:
Viele christlich orientierte Länder betreiben in der Adventszeit ein oder mehrere Weihnachtspostämter. Der Brauch wird von Kindern weltweit schon seit Jahrzehnten gerne angenommen. Ihre Wunschbriefe und Grußkarten beantworten Weihnachtsmann, Väterchen Frost oder das Christkind auf bunter Weihnachtspost mit Sonderstempeln. Wo die Postbetreiber Filialen geschlossen haben, kümmern sich in Deutschland und anderen Ländern ehrenamtliche Helfer um die Weihnachtspost von Kindern und Erwachsenen.