Weihnachten - Ursprung und Bedeutung

Weihnachten 2018-04-15T10:38:12+00:00

Weihnachten – Das Fest der Liebe und Familie

Das Weihnachtsdatum ist bis heute nicht schlüssig. Doch der Ablauf von Weihnachten blieb über Jahrtausende für Christen gleich. An Weihnachten wird die Geburt von Jesus Christus gefeiert. Kinder freuen sich auf die Bescherung, Erwachsene auf die gemeinsamen Feiertage im Kreis der Familie. Verschiedene Bräuche hängen eng mit der religiösen Bedeutung von Weihnachten zusammen. Doch auch weniger religiös eingestellte Menschen begehen in vielen Ländern verschiedene Bräuche in der Adventszeit und zu den Feiertagen an Weihnachten.

Ursprung des Weihnachtsfestes

Als die Geburt von Jesus Christus bevorstand, freuten sich die Christen auf den Aufgang „der wahren Sonne“. Ursprünglich beschreiben Historien den 20. Mai als Weihnachtstag. Spätestens seit Furius Dionysius Filocalus (Kopist im Römischen Reich) wurde der 25. Dezember als Weihnachtstag festgelegt. Gemäß der Weihnachtsgeschichte im Neuen Testament der Bibel freut sich das ganze Volk auf die Geburt des Erlösers. Mit den Farben der Adventszeit (violett, grün, rot, weiß und gold), Symbolfiguren (Engel, Weihnachtsmann, Knecht Ruprecht oder Christkind) sowie verschiedenen Bräuchen wird dieser Vorfreude seit damals Ausdruck verliehen. Inzwischen sind viele Details von Weihnachten auch bei Nichtchristen willkommen, um die dunkle Jahreszeit mit Licht und feierlichen Ritualen besser zu überstehen.

Zeitpunkt für Weihnachten

Nach Bestimmungen für das Geburtstagsfest von Jesus Christus Weihnachten auf andere Monate und Tage bleibt der 25. Dezember bis heute und weltweit festes Datum für Weihnachten. Die Bescherung findet schon einen Tag vorher, also am 24. Dezember, statt. Dieser Terminunterschied entsteht durch religiöse Vorstellungen von den Vigilen. Damit sind Nachtwachen am Vorabend der Geburt des Jesuskindes gemeint. An diesem Vorabend finden Christmetten statt, werden Weihnachtsgottesdienste abgehalten und stellen Kinder bei Krippenspielen die Weihnachtsgeschichte dar. Insgesamt dauern die Feierlichkeiten an Weihnachten bis zum 26.12. (zweiter Weihnachtsfeiertag) sowie in katholischen Gegenden bis zum 06.01. (Heilige Drei Könige).

Weihnachtsbräuche

Einige Weihnachtsbräuche lehnen eng an die kirchliche Tradition an. Viele davon erfreuen vor allem die Kinder zu Weihnachten:

Weihnachtsbaum

Das Aufstellen eines Christbaums im Advent lässt sich als Weihnachtsbrauch um wenigstens 500 Jahre zurückverfolgen. Christen verstanden ihn als Symbol des Lebens, sein Licht als Licht der Hoffnung und den Schmuck in weihnachtlichen Farben als Zuversicht auf einen Neuanfang. Neben Buchsbaum und Wacholder, Stechpalme oder Kiefern überwiegt in der heutigen Weihnachtstradition eine Fichte oder Nordmanntanne. Der Schmuck am Weihnachtsbaum besteht aus Stroh oder essbaren Dekorationen (Baumkringel, Pfeffermännlein und ähnliches) oder aus Christbaumkugeln und Lametta. Wegen der Brandgefahr wurden Kerzen auf dem Weihnachtsbaum inzwischen fast vollständig von elektrischem Licht (Glühbirnen oder LED Leuchtmitteln) abgelöst. Eine prunkvolle Baumspitze stellt den Höhepunkt des Schmückens dar.

Christkind oder Weihnachtsmann

Mit der Figur des Christkindes symbolisiert die christliche Religion ursprünglich die Gestalt des neugeborenen Jesuskindes. Doch die heute bekannte, engelgleiche Gestalt eines blondgelockten Mädchens mit Heiligenschein, in den Weihnachtsfarben Weiß und Gold sowie mit Flügeln entwickelte sich erst allmählich in der Geschichte um Weihnachten. Christkind und Weihnachtsmann sind regional unterschiedliche Gabenbringer für die Bescherung der Kinder. Doch weil beide in ihrer jeweiligen Region so beliebt sind, treten sie gelegentlich zu Adventsfesten und Weihnachtsveranstaltungen gemeinsam auf.

Bescherung

Schon immer seit Einführung von Weihnachten erhalten zumindest die Kinder christlicher Familien Geschenke. Diese sogenannte Bescherung wird laut dem Kinderglauben vom unsichtbaren Weihnachtsmann, Väterchen Frost, Sankt Nikolaus oder Christkind vorgenommen. Der offizielle Termin ist das Ende der Vigilen, in der Familienpraxis aber eher der späte Nachmittag oder frühe Abend des 24. Dezember. Als Weihnachtsbrauch hält sich außer der Bescherung an Weihnachten auch die Stiefelgabe am Tag des Heiligen Nikolaus (06.12.). Jünger und immer beliebter ist das Weihnachtswichteln unter Erwachsenen. Sie treffen sich irgendwann nach dem dritten Advent und überreichen einander anonym kleine Geschenke. Kindern wird erzählt, dass nur brave Kinder eine Bescherung erhalten. Damit hat die Vorfreude auf dieses Ende der Adventszeit häufig einen positiven erzieherischen Nebeneffekt.

Moderne Bräuche ohne religiösen Hintergrund

Das Schmücken des Weihnachtsbaumes, die Bescherung und die vielen opulenten Weihnachtsessen haben sich auch in Familien ohne christliche Religionszugehörigkeit durchgesetzt. Denn ein Fest mitten im Winter gibt es nicht erst seit Beginn der Christengeschichte. Vorher wurden Bräuche zur Sonnenwende abgehalten, Menschen suchten gemeinsam mehr Licht im Dunkel des Winters. Familien trafen sich, Reiche beschenkten Arme. Auch moderne, eher ungewohnte Weihnachtsbräuche sind nicht auf religiöse Zugehörigkeit beschränkt. Der Sinn dahinter, nämlich gemeinsame Freude, gemeinsames Aufatmen und Nächstenliebe, vereint alle Menschen zu Weihnachten.

Fazit:
Weihnachten wurde erst nach einigen Jahrhunderten Kirchengeschichte auf den 25. Dezember festgelegt. Viele Weihnachtsbräuche gibt es von Anfang an. Einige Bräuche sind wenig religiös ausgerichtet, nutzen aber einen Großteil der Weihnachtssymbolik für ähnlich festliche Tage am Ende der Adventszeit.